Sie sind hier:/Und täglich grüßt der Fahrradkurier

Es gab eine Zeit vor dem Internet – ja das ist schwer vorstellbar. Eine Zeit in der Fahrradkuriere nicht Essen brachten – Nein sie lieferten: DOKUMENTE!
So ist es, in einer Zeit vor dem Internet war der Alltag eines Übersetzungsbüros deutlich anders gestaltet. Daten konnten nicht einfach online übertragen werden. Sie mussten einen viel profaneren Weg gehen, den Physischen. Textinhalte wurden handschriftlich oder gedruckt oder (später) auf Disketten ausgetauscht.
Und der Weg musste natürlich in „beiden Richtungen“ begangen werden – einmal für die Ausgangshinhalte und dann im zweiten Schritt für die zielsprachlichen Übersetzungen eben dieser Inhalte. Teilweise musste die Zieldokumente direkt im Übersetzungsbüro gelayoutet und gedruckt werden, damit diese rechtzeitig beim Endkunden ankommen konnten. Da fuhr man auch mal am Sonntagabend noch mal schnell nach Frankreich, um die Inhalte Montagmorgen direkt im Werk des Endkunden dem Ingenieur feierlich übergeben zu können.

Besonders schöne Erinnerungen habe ich an unser Team von Fahrradkurieren. Mehrfach am Tag kamen diese gut gelaunt, in windschnittigen Outfits, Helmen und Fahrradtaschen zum Empfang und brachten Dokumente und holten meist auch wieder welche ab, die direkt weiter mussten. Bereits damals war eine zügige Bearbeitung unverzichtbar und innerhalb der Stadt gab es keinen schnelleren Weg, als auf dem „Radl“ geschwind von Büro zu Büro zu jetten.

 

 

2018-11-12T14:09:55+00:00