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Das Wort und das Unwort des Jahres 2017
stehen fest

Jedes Jahr werden von der Gesellschaft für deutsche Sprache (GfdS) das Wort und das Unwort des Jahres gewählt, welche nach Ansicht der Jury das Geschehen des Vorjahres sprachlich besonders geprägt haben.

Im Jahr 2017 machte das Wort „Jamaika-Aus “ das Rennen um den Titel des Worts des Jahres. Mit diesem Begriff rückt die GfdS vor allem das politische Geschehen rund um die Bundestagswahl 2017 in den Fokus. Die langen und schlussendlich erfolglosen Verhandlungen zur schwarz-gelb-grünen Koalition (Farben der jamaikanischen Flagge) haben wochenlang die Medienlandschaft in Deutschland bestimmt.

Um auch das Pendant zum Wort des Jahres nicht außer Acht zu lassen, wird auch das Unwort des Jahres gekürt. Diese „Auszeichnung“ soll in erster Linie als Anregung zu mehr sprachkritischer Reflexion dienen. Hier konnte sich der Ausdruck „Alternative Fakten“ durchsetzen, der in bestimmten amerikanischen Regierungskreisen verwendet wird. Die Jury kritisiert, dass es sich bei dem Begriff um einen „verschleiernden und irreführenden Ausdruck für den Versuch, Falschbehauptungen als legitimes Mittel der öffentlichen Auseinandersetzung salonfähig zu machen“, handelt.

Dass sowohl das Wort als auch das Unwort des Jahres aus dem politischen Kontext stammen, zeigt die starke Politisierung des Jahres 2017.

By |2018-02-21T10:17:30+00:00Februar 21st, 2018|Ankündigungen|